Historie
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Nustrow - zur Geschichte eines Gutes:
Die Gegend zwischen den kleinen Landstädten Gnoien und Tessin ist schon früh besiedelt gewesen.
So finden sich bei Alt Stassow mehr als 30 Megalithgräber und Dolmen, die Ewaldt Schuldt 1965
ergraben und veröffentlicht hat. Zwischen Recknitz und Peene sind zahlreiche slawische Burgwälle
nachgewiesen worden, wobei Behren-Lübchin die größte und bedeutendste Burg gewesen ist.Die zum Lutizenbund gehörenden Zirzipanen errichteten im sumpfigen Gelände bei Behren-Lübchin
im 11. Jahrhundert Burg und Vorburg. Die Befestigungswälle dieser Burg bestanden aus Erde und
Holzbohlenwänden. Eine der erhaltenen Holzbohlen wird noch heute in der Kirche von Behren-Lübchin
aufbewahrt.Die Lübchiner Burg wurde 1167 vom dänischen König Waldemar gestürmt, aber erst nach
1300 aufgegeben. Die romanische Kirche von Behren-Lübchin hat einen Bären als Wetterfahne -
das Wappentier der Familie von Behr, die jahrhundertelang in dieser Gegend ansässig gewesen
ist und die mehr als dreihundert Jahre lang das Gut Nustrow besaß. Nustrow, wenige Kilometer
südwestlich von Behren-Lübchin gelegen, ist dabei eine der ältesten und wichtigsten Besitzungen
gewesen. Zusammen mit Semlow, Düvelsdorf und Löbnitz gehörte Nustrow bereits im 15.
Jahrhundert nachweislich den Behr; die offizielle Belehnung durch Herzog Bogislaw X.
erfolgte 1491. Die erste Erwähnung Nustrows findet sich jedoch schon 1381. Friedrich
Moltke aus Strietfeld und sein Sohn Heinrich verkaufen Hof und Dorf Vogtshagen an das
Heiligengeistkloster Rostock. In der Urkunde vom 23. April bezeugt ein Knappe Reymer Mallyn
to Nutzerouwe den Kaufvertrag. Die erste feste Burg, die in Nustrow errichtet worden war und
die in einer Urkunde als "siot Nusserowe" bezeichnet wurde, ist nach dem Vorbild der Lübchiner
Burg entstanden und Teile des alten Wassergrabens begrenzen heute noch das Gut. 1420 wurde
die Burg jedoch bei einer Fehde mit den Stralsunder Bürgern abgerissen....Fortsetzung folgt.
